Malaysia
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Malaysia, Kuala Lumpur

Morgens um 5 Uhr trafen wir uns mit Upali am Auto und er brachte uns zum Flughafen. Dort gaben wir unser Gepäck auf. Diesmal hatten wir 9 große Gepäckstücke, da wir die Schutzbeutel für die Rucksäcke, mit Schuhen und Kleidern gefüllt, extra aufgaben. Im Hostel in Kuala Lumpur wollten wir dann entscheiden, was wir für die 8 Wochen benötigen. Die Security war total unkompliziert. Wir durften alles anlassen, alles in den Rucksäcken lassen und sogar unsere offenen Wasserflaschen mitnehmen. So ganz sicher waren wir nicht, ob wir uns darüber freuen sollten. Richtig sicher erschien uns die Kontrolle nicht…

Aber bei den Temperaturen sind wir natürlich froh über das Wasser gewesen.

Ich hatte diesmal Angst vor dem Flug, weil Taminas Ohren schon seit einem Tag so weh taten. Leider gab es keine Gelegenheit, einen Arzt aufzusuchen, daher tropfte ich ihr vor dem Starten und Landen Nasentropfen in die Nase und gab ihr Kaubonbons zum Kauen.

Mit einem fast leeren Flugzeug flogen wir dann nach Malaysia und alle guckten Filme und genossen das Frühstück. Die 4 Stunden gingen schnell rum und auch die Visa-Formalitäten in Kuala Lumpur waren schnell erledigt.

Zum Glück hatten Taminas Ohren fast nicht weh getan und ich atmete auf. Nachdem wir unser Gepäck abgeholt hatten, überlegten wir, wie wir in die Stadt kommen sollten. Bei der Menge an Gepäck, entschieden wir uns, den Expresszug zu nehmen, der nur 30 min. ins Zentrum braucht.

Am Hauptbahnhof mussten wir umsteigen. Ein älterer Mann kam gleich auf uns zu und half uns, die richtigen Tickets zu kaufen und den richtigen Zug zu finden. An der richtigen Station ausgestiegen, hatten wir erstmal Probleme herauszufinden, in welche Richtung wir laufen mussten. Alle waren völlig durchgeschwitzt und wir konnten die ganzen Taschen kaum tragen. Wir haben es uns beim Packen diesmal sehr leicht gemacht, da wir jeder auf diesem Flug zwei Gepäckstücke haben durften. Es war nicht weit, von der Station zum Guesthouse, aber es ging hohe Bordsteine herauf und herunter und alle jammerten. Thomas und ich, waren total erledigt, als wir im Travel Hub die Treppen hochgestiegen waren. Weiter hätte der Weg nicht sein dürfen.

Zum Glück war unser Zimmer schon fertig und wir konnten uns dort ausruhen. Wir haben ein Vierbettzimmer, bestehend aus einem großen Doppelbett, auf einer Empore und einem Hochbett und sogar einem Sofa darunter. Die Jungs bezogen das Stockbett, Nadira das Sofa und wir mit Tamina die Empore. Eigentlich super, nur die Leiter hoch war sehr steil und Nachts echt gefährlich.

Außerdem ist das Zimmer so klein, dass der ganze Boden vollsteht mit unseren Rucksäcken und noch nicht mal mehr die Tür ganz aufgeht. Aber wir haben eine Klimaanlage und ein Zimmer für uns, was wollen wir mehr. Die Duschen und Toiletten sind direkt auf dem Flur, so dass wir auch Nachts nicht weit laufen müssen.

Wir ruhten uns erst einmal eine Weile aus, bevor uns der Hunger aus dem Zimmer trieb. Wir entdeckten ein bisschen die Gegend und gingen nebenan beim Chinesen etwas essen. Taminas Ohren taten jetzt immer mehr weh und sie weinte sogar. Im Hostel beschrieb man uns den Weg zum nächsten Krankenhaus und wir wollten gleich am nächsten Morgen dorthin.

Nach dem Frühstück meinte Jesco, er ginge lieber auch mit, da sein Ohr auch weh täte. Also zogen Thomas, Jesco und Tamina los, während wir alles in Ruhe fertig sortierten und dann Schule machten. Auf dem Dach des Hostels, ist eine Bar mit Tischen und Stühlen, so dass wir hier optimale Bedingungen haben. Es ist natürlich sehr heiß und zwischendurch auch etwas laut, aber jeder kann an einem Tisch sitzen und seine Sachen ausbreiten. Außerdem haben wir sogar Internet, so dass wir die Online Bücher nutzen können. Nadira und Nils arbeiteten sehr konzentriert und ich schaffte es, einige Sachen für den Blog zu machen. Es dauerte ewig, bis die anderen Drei zurückkamen. Die Diagnose war wie erwartet, Mittelohrentzündung und mindestens 5 Tage Antibiotika und Ohrentropfen. Da es für Tamina nur Antibiotika als Saft gab und dieser im Kühlschrank aufbewahrt werden muss, war klar, dass wir die nächsten 5 Tage hierbleiben müssen. Weiterreisen wäre aber auch so sehr schwierig gewesen, da Tamina auch Fieber bekam und insgesamt sehr weinerlich war.

Wir versuchten die Woche so gut zu nutzen wie es ging. Morgens nach dem Frühstück machten wir Schule und Blog, danach ging es in die Stadt. Meistens waren die Ausflüge nicht sehr lange, denn es war echt schwül und anstrengend. Zum Glück gibt es in Kuala Lumpur einen kostenlosen Stadtbus, mit dem man fast alle Sehenswürdigkeiten erreichen kann.

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Chinatown und Central Market waren vom Hostel sehr gut zu Fuß zu erreichen, genauso wie verschiedene Tempel.

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Wir genossen es, mal wieder mit anderen Travellern ins Gespräch zu kommen. Gerade die jungen Pärchen, waren total begeistert davon zu sehen, dass man auch mit Kindern noch super reisen kann. Viele hatten anscheinend nie darüber nachgedacht und es als gegeben abgehakt, dass diese Art von Leben vorbei ist, wenn man Familie hat. Wir erfuhren viel über andere asiatische Länder und ihre Besonderheiten. Schade, dass wir nicht noch viel mehr besuchen können.

Im Hostel trifft man auch immer wieder andere Musiker, so auch hier. Ein Profi Gitarrist aus den Niederlanden war auch zwei Tage mit seiner Freundin da und spielte gemeinsam mit unseren Vier.

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Es ist jedesmal schön zu sehen, wie schnell man über die Musik mit anderen in Kontakt kommt.

Kurz bevor wir weiter reisen wollten, kam auch eine französische Familie, die kurz vor Ende ihrer Weltreise ist. Die Kinder freundeten sich schnell an und auch wir Erwachsenen genossen den Austausch mit gleich Gesinnten. Morgens wurde gemeinsam Schule gemacht und Nachmittags gingen wir zusammen in die Stadt essen.

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Am nächsten Tag trennten sich unsere Wege dann wieder. Die Franzosen reisten weiter nach Malacca und wir buchten unsere Bustickets, um am Morgen darauf nach Penang zu fahren. Dort wollen wir uns noch einmal eine Woche Zeit nehmen, damit alle ganz gesund werden und wir weiter Schule machen können.

1 Kommentar

  1. Monica Brecht sagt

    Libe Nadira,

    Ich habe mich gefreut dich und deine Familie in Sri Lanka zu sehen. Ich bin mit meinen Eltern zu Besuch bei meiner Schwester u. Ihre Familie, in Toronto und mein Neffe hat es mir ermöglicht, eure Reise zum „Nachreisen“. Ich freue mich das euch gut geht und wünsche euch allen weiter, eine schöne Zeit. Schöne, liebe Grüße, deine Geigenlehrerin.

    Gefällt 1 Person

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