Kinder, London, Südafrika
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Nils (11), über die ersten Tage unserer Reise

Ich fange am besten mit dem Flug nach London an, über den Mami euch ja schon berichtet hat. Wie sie ja schon schrieb, gab es leider ein paar Turbulenzen, wegen denen sich unser Flug sehr verspätete und wir in London den Anschlussflug nach Johannesburg verpassten. Das war zwar doof, aber eigentlich war ich schon ein wenig froh, dass wir nicht weiter fliegen mussten. Wir wurden dann in einem schönen Londoner Hotel einquartiert und bekamen am Morgen ein wundervolles englisches Frühstück. Dann ging es los und wir machten eine Tour durch London. Von der Garde der Queen, über den Big Ben, dem London Eye und Downing Street number ten, vorbei an der Bakerstreet und am Piccadilly Circus. Wir waren überall. Bei den Gebäuden vor denen die Gardesoldaten standen, liefen jedoch plötzlich ein paar Soldaten mit MPs herum und beobachten alles sehr aufmerksam. Auch die Soldaten in den Wachhäuschen waren plötzlich nicht mehr die weltbekannte Ruhe in Person. Wir haben bis heute nicht erfahren was da los war, doch wir gingen lieber und sahen bei der Paddington Station vorbei.

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Dann mussten wir zum Flughafen zurück und durften mit einem teuren Doppelstockflugzeug losfliegen, bei dem es sogar an jedem Sitz einen Fernseher mit Filmespeicher gab. Schon bald bemerkten wir jedoch die dunkle Seite dieses Fluges. Vor uns, hinter uns und neben uns waren überall im Flugzeug schreiende Windelbabys verteilt, die den ganzen Flug über schrien, sich erbrachen oder andere Babys dazu brachten mitzubrüllen. Warum müssen nur sooooooooo viele Eltern ihre verdammten Babybälger, mit nach Johannesburg nehmen?!? Wir konnten nicht gut schlafen und wenn es jemand doch schaffte einzuschlummern, dann nur für ein oder zwei Stunden. Nach einer langen, schlaflosen Nacht, voller schreiender, kotzender und stinkender Bälger, torkelten wir schon zum nächsten Flug und ich erbrach mich auf dem Weg in eine Toilette. Der nächste Flug war zwar kurz und ruhig, doch mir kam er schrecklich vor, da wir alle super müde waren und ich nur mit einem fahlen Geschmack im Mund in meinem Sessel lag. Kurz, es war einfach schrecklich.
Endlich kamen wir in Port Elizabeth an und mieteten ein großes, geräumiges Auto. Mit dem mussten wir dann noch eine Stunde fahren, bis wir bei der wunderschönen Valley Bushveld Lodge ankamen und in ein tolles Empfangszimmer mit vielen ausgestopften Tieren und afrikanischen Statuetten traten. Wir bekamen zwei schöne Zimmer und sahen uns ein bisschen auf dem riesigen und spannenden Gelände der wunderschönen Valley Bushveld Farm um. Die ersten Tiere aus der Nähe, sahen wir jedoch erst am Abend, als uns der freundliche Lodgeverwalter Nico in seinem Wagen herumfuhr. Nur leider sahen wir keine, von den vier Giraffen.
Am nächsten Morgen fuhren wir mit unserem Reiseführer Nico in den riesigen Addo Elefantenpark. Zur dessen Geschichte: Damals (ca. 1700-1920) wurden die Elefanten in dieser Gegend gnadenlos ausgerottet (es gab ständig Konflikte zwischen Elefanten und Farmern die Obstplantagen besaßen), bis es nur noch sechzehn Elefanten dort gab. Ende des 19. Jahrhunderts wurden auch die beiden letzten Exemplare einer besonders großen Löwenart erschossen, womit diese einzigartige Rasse leider ausgerottet war. Jetzt merkten die Menschen was sie da gemacht hatten und ein Farmer ließ die Elefanten auf seinem Land leben. Als dann ca. 1930 die Regierung das Land für den heutigen Park kaufte, wurden die letzten 11 überlebenden Elefanten dorthin gebracht, wo sie sich wieder vermehren konnten. Heute ist dort der Addo Elefantenpark, mit über 500 Elefanten und anderen Tieren und es werden immer mehr. Seit kurzem gibt es dort sogar ein Paar Geparden, die es irgendwie in den Park geschafft haben und nun auch dort leben. Es gibt auch Löwen, Hyänen, viele Warzenschweine, Nashörner, Antilopen, Zebras und vieles mehr. Wir hatten das Glück, viele Tiere zu sehen und haben deshalb auch tolle Erinnerungsfotos.

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Wir waren noch ein paar Tage auf der Valley Bushveld Farm und sahen auch endlich Giraffen, Gnus und sogar einen Adler. In der Zeit erlebten wir viele tolle Dinge, wie zum Beispiel einen langen Regenfall, wegen dem plötzlich ein riesiger Strom das Gelände in zwei Teile trennte.

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Außerdem gingen wir zu einer tollen Raubtierfarm, bei der wir eine Führung zu vielen Raubtieren, von denen wir einige gar nicht kannten, hatten. Wir waren zum Beispiel an einem Käfig mit Raubtieren, die eher klein waren, aber vier Meter hoch springen können. Viele halten sie für gefährlich, obwohl sie nur die Aufgaben einer Katze übernehmen, indem sie Vögel und Ungeziefer jagen. In einer Sekunde können sie die vier Meter springen, da haben die Vögel keine Chance. Wir konnten in das Gehege einer tollen, verspielten und schönen Gepardin, die wir streicheln durften. Unsere Familie mochte diese besonders gerne. Die Gepardin hielt Mami mit ihren Zähnen an der Hand fest, als diese aufstehen und die nächsten zum Streicheln lassen wollte. Bei Papi hakte sie ihre Krallen in seiner Hose ein und zu Jesco und mir, kam sie zweimal ganz von allein getrottet. Dabei waren wir nicht die einzigen in der Gruppe.

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Wir waren auch bei den Gehegen von den Löwen und Leoparden, die immer aufsprangen und sich hinter dem Zaun an Tamina anschlichen und versuchten nach ihr zu schnappen. Zum Glück schaffte es keiner. Gerade bei den Löwen habe ich Angst gehabt. Das eine Mal habe ich sogar gefilmt, wie einer nach Tamina geschnappt hat. Das kleine Leopardenkind verfolgte Tamina die ganze Zeit am Zaun entlang. Die Führerin erklärte uns, dass die Tiere Tamina als jünstes, schwächstes und am leichtesten zu fangendes Tier unserer Menschenherde ansahen. Wegen ihrem Raubtierinstinkt versuchten sie, sie zu fressen.

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Das war unsere tolle Zeit auf der Valley Bushveld Farm.

Wir hatten eigentlich vor danach zu zelten, doch von dem Regen war überall noch alles nass und wir konnten das nicht machen. Zum Glück half uns Nico und sorgte dafür, dass wir bei einem Freund von ihm übernachten konnten. Darüber waren wir echt froh und Gerald, der Freund von ihm, hatte ja wirklich ein tolles Waldhaus, dass er uns für die Nacht günstig vermietete.

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Am nächsten Tag nahm er uns mit seiner Familie zu einer tollen, geheimen Stelle am Strand mit. Wir sammelten und brieten dort Muscheln über dem Feuer und aßen sonst auch noch Brot mit Würstchen. Es war ein cooler Strand mit super Felsformationen. Wo das war? Das darf ich nicht verraten, denn sonst wäre es ja nicht mehr geheim.

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Gerald hatte auf seinem Grundstück Dammwild, Hunde und zwei Schweine. Nachdem wir von der geheimen Stelle zurück waren, mussten wir leider schon weiter, die nächste Nacht war nämlich schon vorgebucht.

3 Kommentare

    • Thomas sagt

      Hallo Heinz,
      ja, Südafrika macht richtig Spaß. Wie überall auf der Welt, muss man einfach gewisse Regeln beachten. Die meisten Leute hier sind sehr offen und vor allem freundlich!
      Gruß, Thomas

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  1. Ich freue mich riesig, Euren Blog gefunden zu haben. Nicht nur, weil ich Euer Unternehmen Klasse finde, sondern weil auch wir in diesem Jahr mit 2 Kindern nach Südafrika fliegen. Da bin ich super gespannt, was Ihr so erlebt. Euch weiterhin viel Spaß. Liebe Grüße von Ines

    Gefällt 2 Personen

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